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Schon bald stellt sich heraus, dass die Tennisanlage mit drei Plätzen nicht ausreicht. 

Die Tennisabteilung hat Ende des Jahres 1971 bereits 105 Mitglieder und es sind keine Neuaufnahmen mehr möglich bzw. nur dann, wenn durch Austritt eine Mitgliedschaft frei wird.

Im Frühjahr 1972 wird ein Unterstand gebaut, der Vorläufer unserer jetzigen Tennishütte.

 

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Ein Jahr später wird auf der Mitgliederversammlung im Dezember die Aufnahme von weiteren 6 (!) Mitgliedern beschlossen, weil durch eine neue Flutlichtanlage länger gespielt werden kann. 

Anfang 1973 wird nicht nur die erwähnte Flutlichtanlage installiert, sondern auch über den Bau der Plätze 4 und 5 (heute Platz 7 und 8) entschieden, die am 2. August 1973 feierlich eingeweiht wurden - dieses Mal bei sommerlicher Hitze.

Die Pegnitz-Zeitung berichtet:

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Das Sporthaus Martin Weiss stellt dem Verein 1978 eine Ballmaschine zur Verfügung, die 1980 erworben wird.

 

1979 wird die Aufnahmesperre für 25 „Einheiten“ (1 Familie = 2 Einheiten, Einzelperson = 1 Einheit) aufgehoben.

Neue Beläge für die fünf Plätze sind die nächste größere Baumaßnahme im Jahr 1981. 

 

Eine 12-köpfige „Expertenkommission“ reist in zwei VW-Bussen nach München und Umgebung, probiert dort verschiedene Beläge aus und hält mit Hilfe von Checklisten deren Eigenschaften fest. 

Das Ball- , Lauf- und Rutschverhalten wird notiert, auch etwaiges Abfärben auf Bälle oder Kleidung, nicht zu vergessen der Geruch …….

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Im Rundschreiben VI/81 teilt Erdmann Sembach schließlich die Entscheidung für einen Allwetterbelag aus Kunststoff mit:

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Die Kosten von 150.000 DM stemmt die Tennisabteilung alleine, mithilfe eines Darlehens von 50.000 DM und einem Zuschuss der Stadt Lauf von 10 %, ohne Beitragserhöhung oder Zwangsumlage!

Am 18. Oktober 1981 werden die Plätze mit einem Mixed-Mascherl-Turnier eingeweiht.

Als acht Jahre später die Erschließung eines neuen Wohngebiets oberhalb des Haberloh-Geländes bekannt wird, beschließt die Tennisabteilung auf ihrer Jahreshauptversammlung im November 1989, die Anlage im darauffolgenden Herbst 1990 um drei Plätze zu erweitern und damit etwaigen Einsprüchen durch künftige Anwohner zuvorzukommen.

 

Gleichzeitig wird die Umstellung der Plätze auf Sandbelag beschlossen.

Erneut wird ausführlich getestet:  Plätze mit Mineralsand, Sandrasen- (Teppich mit Sand) und Rot-Grandplätze (Sand) werden mit dem Allwetterbelag verglichen.

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Für den Sinneswandel zugunsten von Sand sind neben seiner großen Verbreitung wohl vor allem seine gelenkschonenden Eigenschaften ausschlaggebend. 

 

Wir befinden uns zu der Zeit mitten im Boris-Becker- und Steffi-Graf-Boom. Der damals 21-jährige Becker hatte bereits eine lange Liste von Verletzungen zu beklagen und sprach in der Presse von einer „Knochenmühle“ auf den Hartplätzen:

(archivierter Artikel, Zeitung leider unbekannt)

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Tennisabteilungsleiter Andreas Krentler fasst in seinem Rundschreiben Anfang 1990 schließlich zusammen:

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Aber so reibungslos wie erhofft ging die Erweiterung nicht vonstatten. Zum einen stimmt der Grundstücksbesitzer dem Verkauf nur sehr zögerlich zu, zum anderen überschattet der Tod von Andreas Krentler das Vereinsleben. 

 

Erst 1991, ein Jahr später als geplant, können die neuen Sandplätze in Betrieb genommen werden. 

 

 

Es entstehen nun auch die Tribüne an den neuen Plätzen und das heute noch existierende Tennishäuschen mit Geräteschuppen.

 

Im September 1991 hat die Tennisabteilung 415 Mitglieder!

 

Zum Leidwesen einiger Mitglieder entschloss man sich 1993, auch die Plätze 7 und 8 auf Sand umzustellen.

 

 

 

 

Fortsetzung folgt:

 

Chronik Teil 3 - Der Sportbetrieb